Wer ist der sympathische und immer freundliche Herr im dunklen Einreiher und roter Krawatte, der an einem Freitagabend der Einladung des CDU-Stadtbezirksverbandes Mainz-Kastel in ein historisches Restaurant am Rheinufer gefolgt ist, um hier – bei grandioser Atmosphäre am Eckfenster der ersten Etage des Fachwerkbaues, direkt oberhalb der dunklen Fluten und mit herrlichem Blick auf die illuminierte Mainzer Stadtsilhouette – über die politische Situation nach der hessischen Landtagswahl 2018 zu berichten ? Der hessische Kultusminister Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz, der nach menschlichem Ermessen auch der nächsten hessischen Regierung angehören wird ? Ja, richtig. Oder der Jura-Professur, der in schöner Regelmäßigkeit als zukünftiger Empfänger höchstrichterlicher Weihen genannt wird ? Auch das. Oder der CDU-Spitzenpolitiker, der direkt von einer Landesvorstandssitzung zu den Parteifreunden und Interessierten ans Rheinufer geeilt war, um dort über die schwierige Situation nach knappem und vor allem noch unklarem Wahlergebnis zu berichten ? Auch richtig. Oder der frischgebackene Landtagsabgeordnete, der nun immer häufiger auch in den Niederungen seines Wiesbadener Wahlkreises zu sehen ist ? Stimmt auch. Oder der Ehemann und Familienvater, der nach entbehrungsreichen Monaten des Wahlkampfes den Freitagabend vielleicht lieber auf der heimischen Couch verbracht hätte ? Wahrscheinlich auch…
Nach freundlicher Begrüßung der Besucher des jüngst aus der Taufe gehobenen „Flößerabends“ der CDU Mainz-Kastel konnte die Vorsitzende des Stadtbezirksverbandes, Ute Pohl, das Wort direkt an den Ehrengast übergeben, der unter Berücksichtigung einiger der zuvor aufgezählten Facetten seiner Persönlichkeit und Tätigkeiten einen bunten, unterhaltsamen und informativen Strauß an Nachrichten zusammengestellt hat und an die Anwesenden übergeben konnte. Nach einem Bericht über den derzeitigen Stand zur Koalitionsanbahnung und Regierungsbildung entspann sich ein lockerer und interessanter Austausch über Parteienlandschaft, Bildungsthemen sowie Herzensanliegen von Kultusminister und Zuhörern. Im Moment befinden sich weite Parteienkreise Hessens in Sondierungsgesprächen, die kaum zu konkreten Zielen führen dürften, solange das amtliche Endergebnis nicht verkündet und damit die Unsicherheiten derzeitiger Zahlenbeispiele potentieller Regierungskonstellationen und -koalitionen beseitigt sind. Dessen ungeachtet werden hinter den Kulissen bereits alle notwendigen Weichen gestellt, um nach Bestätigung der vorläufigen Ergebnislage die nächsten Schritte zur Koalitions- und Regierungsbildung gehen zu können. Persönlich zeigt sich Prof. Dr. Lorz erfreut, dass er aus dem Stand heraus den Wahlkreis 31 (mit den östlichen Wiesbadener Vororten) – zumal mit deutlichem Abstand vor den Nächstplatzierten – für die CDU gewinnen konnte und bedankt sich herzlich bei seinen örtlichen Unterstützern. Dass während all dieser spannenden und kräfteraubenden Vorgänge staatstragenden Ausmaßes im Nachgang der Landtagswahl ein Kultusministerium zu leiten ist, das per Definition einem klaren (schuljahres-)zeitlichen Ablauf unterliegt und keine wahlkampfbedingten Ausfälle oder Störeingriffe verzeiht, erläutert Minister Lorz auf eine charmante Art und Weise, die die hohe Arbeitsbelastung dieses Mannes in den letzten Monaten nur durchschimmern und vermuten lässt. Auf die regen Nachfragen nach der qualitativen Einordnung hessischer Schulen im nationalen oder gar internationalen Ranking, nach persönlichen Errungenschaften vergangener Amtsjahre oder nach offenen Zielen zukünftiger Regierungsaktivitäten antwortet der Minister und zukünftige Landtagsabgeordnete mit einer Verve, die erkennen lässt, dass man sich auf der einen Seite geleisteter Arbeit bewusst ist, auf der anderen Seite aber noch Vieles vor hat. Unter Beibehaltung und Betonung der multiplen hessischen Schullandschaft und nach Klarstellung des Kriterienkatalogs bei Berufungen und Beförderungen innerhalb der Schul- und Kultusbehörde sollen die qualitative Entwicklung hessischer Schulen und vor allem der Bildungsstand hessischer Schülerinnen und Schüler weiter vorangetrieben werden, um internationalen Anforderungen entsprechen und unter gesellschaftlichen Herausforderungen bestehen zu können. Wer den Kultusminister an diesem Freitagabend erlebt hat, glaubt ohne Zweifel daran, dass er dieses Ziel weiter verfolgen und vorantreiben wird, wenn die derzeit laufenden Nachauszählungen zu einem Wahlergebnis führen, das ihn im Amt belassen wird. Und wer sich nach zwei angenehmen und informativen Stunden vom Kasteler Museumsufer aus auf den Heimweg gemacht hat, glaubt ohne Zweifel daran, dass der nächste Flößerabend bei der CDU Mainz-Kastel folgen und wieder gut besucht sein wird…


« Grillen mit Freunden und Familie Neujahrsempfang 2019 »