# Bericht zum CDU-Neujahrsempfang am 19.01.2019
Mehrere lokale Vereinsvertreter, ein waschechter und neu vereidigter
Staatsminister, der komplette amtierende Fraktionsvorstand der CDURathausfraktion
(Hans-Joachim Hasemann-Trutzel, Nicole Röck-Knüttel, Wolfgang
Gores), der Planungs- und Baudezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden (Hans-
Martin Kessler), zahlreiche Stadtverordnete (z.B. André Weck) und Ortsvorsteher,
Vertreter der Frauen-, Senioren- und Jungen Union sowie die
Stadtverordnetenvorsteherin C. Gabriel und weitere Gäste sind der Einladung des
CDU-Stadtbezirksverbandes Mainz-Kastel gefolgt, um in dem über den Dächern Alt-
Kastels gelegenen Lilienpalais einen Austausch über aktuelle Themen vorzunehmen,
landes- und kommunalpolitische Themen zu erörtern sowie einen Rück- und Ausblick
präsentiert zu bekommen.
Mit der ihr eigenen Anmut begrüßte die Stadtbezirksverbandsvorsitzende Ute Pohl
die anwesenden Ehrengäste und behielt dabei die zahlreichen Titel und
Funktionsbezeichnungen in strengem Fokus. Als erster geladener Gast richtete der
(erneut) frisch gebackene hessische Kultusminister, Prof. Dr. R.-Alexander Lorz,
Grußworte an die Versammlung, die für ihn mittlerweile, auch aufgrund seiner
Eigenschaft als direkt gewählter Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Wiesbaden II,
ein Heimspiel darstellte. Prof. Lorz konnte dabei von seiner Vereidigung am Vortag
berichten und einige interessante Facetten aus Landtag und Landesregierung zum
Besten geben. Er machte erkennbar, dass die hessische Landesregierung nach der
Wahl schon wieder tief in der Detailarbeit steckt und Prof. Lorz selbst „Lust auf und
Motivation für weitere Jahre Regierungsarbeit“ hat.
Anschließend gab der Neujahrsempfang dem CDU-Kandidaten zur Wahl des
Wiesbadener Oberbürgermeisters die Gelegenheit, die Anwesenden zu begrüßen und
sich öffentlich darzustellen: Eberhard Seidensticker konnte erfolgreich damit
werben, dass er zum einen als selbstständiger Handwerksmeister ein grundsolider,
ehrlicher und verlässlicher Charaktermensch ist, auf der anderen Seite aber auch als
langjährig ehrenamtlich tätiger Kommunalpolitiker, derzeit in der Funktion als
stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher im Wiesbadener Stadtparlament, so versiert ihm Umgang mit der politischen Materie ist,
dass ihm die Bewältigung des hohen Amtes als Oberbürgermeister aus dem Stand
zuzutrauen ist. Es hat sich wieder mal gezeigt, warum ihn die Delegierten Ende
letzten Jahres mit solch deutlichem Ergebnis zum OB-Kandidaten gekürt hatten.
Mit grazilem Habitus konnte die Kasteler CDU-Vorsitzende, Ute Pohl, auf öffentliche
Veranstaltungen hinweisen, die man im kommenden Jahr wieder plant: dem
Spargelessen im Mai, dem Grillen mit Freunden im August und dem Flößerabend im
Oktober. Diese Veranstaltungen finden in abwechselnder Umgebung in stets
angenehmem Ambiente statt und bieten Gelegenheit zum Zusammentreffen und
Austausch. Üblicherweise wird dabei ein Funktionsträger zu einem ausgewählten
Thema eingeladen, der dann als Experte einen Redebeitrag leistet und eine
anschließende Fragerunde mit Diskussion steuert. Zu diesen Veranstaltungen lud die
Vorsitzende bereits jetzt ein.
Im Anschluss konnten die Stadtbezirksvorsitzende sowie der Ehrenvorsitzende und
Mitgliederbeauftragte der CDU Mainz-Kastel, Bernd Kaltenbach, dem Altersjubilar
Manfred Kleinort, Stadtältester und jahrzehntelang engagiertes Mitglied in Vereinen,
Partei, Gremien und Magistrat, nachträglich zum runden Geburtstag gratulieren und
ihm einen Umschlag mit einem Beitrag zu seinem Herzensanliegen überreichen, der
Sanierung des Kirchturms der Kasteler St.Georgs-Pfarrkirche; den Inhalt hatten die
lokalen CDU-Mandatsträger gesammelt. Manfred Kleinort zeigte sich sichtlich
erfreut, dass er somit den anlässlich seines Geburtstags Anfang Januar gesammelten
finanziellen Beitrag noch etwas aufgestockt an Pfarrer und Turmbeirat übergeben
kann.
Damit begann der politisch-programmatische Teil des Neujahrsempfangs: In einer
minutiösen und sehr profund vorgetragenen Leistungsbilanz konnte CDUOrtsbeiratsmitglied
und 2. Vorsitzender Gunnar Heuckeroth herausstellen, welche
Themen 2018 im Ortsbeirat Mainz-Kastel beraten und verhandelt wurden, welche
Akzente die CDU dabei setzen konnte, um Mainz-Kastel ein Stück besser und die
Situation für dessen Bevölkerung ein wenig angenehmer machen zu können. Dabei
strich er zahlreiche Themen aus den Bereichen Verkehrsinfrastruktur,
Verschönerung und Verbesserung der Aufenthaltsqualität in Kastel, Entwicklung des
Rheinufers, Nutzbarmachung der US-Konversionsflächen, Lärmschutzmaßnahmen
entlang der Bahnlinien usw. heraus, so dass die staunenden Zuhörer kaum glauben
konnten, dass es sich hierbei um die Aktivitäten eines einzelnen Jahres handelte.
Zum Abschluss der Redebeiträge gab der CDU-Fraktionssprecher im Ortsbeirat
Kastel, Ralf Allmannsdörfer, der Versammlung einen Überblick, welche Themen
Fraktion und Vorstand für 2019 und darüber hinaus in den Fokus politischer
Betätigung rücken wollen. Nach einem flammenden Appell für den Erhalt des bereits
zuvor genannten Kirchturms der katholischen
Pfarrkirche, der für Mainz-Kastel und darüber hinaus eine identitätsstiftende
Wegmarke darstellt und dessen Sanierung eine regionale und kommunale Aufgabe ist,
die auch der Unterstützung durch die öffentliche Hand bedarf und nicht alleine der
Kirchengemeinde überlassen bleiben kann, konnte Allmannsdörfer fünf Punkte
benennen, die die Kasteler Christdemokraten in einer Klausurtagung als Wünsche für
die Beratungen zum Doppelhaushalt 2020/21 festgelegt und bereits ins Wiesbadener
Rathaus gemeldet haben: Zunächst wurde die von der CDU vor Jahresfrist ins Spiel
gebrachte zusätzliche Rheinbrücke angeführt, für die im nächsten Doppelhaushalt
Planungsmittel vorgesehen werden sollen. Als zweiten Punkt trug der
Fraktionssprecher den seit Jahrzehnten gehegten Wunsch nach einem Gymnasium in
AKK vor, das den hiesigen Eltern und Kindern endlich persönliche Planungssicherheit
durch ein Angebot vor Ort bieten soll. Diese Baumaßnahme möge durch die
notwendigen Sanierungen bestehender Schulgebäude in Kastel und Kostheim flankiert
werden (Turnhalle für die Gustav-Stresemann-Schule, Schulgebäude für die
Pavillonschule, Überführung der Außenstelle in Kastel Housing in eine selbstständige
Grundschule mit eigenem Schulbezirk, Sanierung der Pavillons der Wilhelm-
Leuschner-Schule usw.).
Als weitere Haushaltswünsche benannte Ralf Allmannsdörfer die Notwendigkeit der
Sanierung der drei Kasteler Bahnunterführungen sowie die Errichtung eines
Parkhauses unterhalb des Hochkreisels, zwischen den Brückenrampen und der
Bahnlinie gelegen. Letzteres könnte, ggfs. in Verbindung mit der angedachten
Parkraumbewirtschaftung in Alt-Kastel, die dort heute geparkten Pendlerfahrzeuge
verdrängen und Parkplätze für ÖPNV- und S-Bahn-Umsteiger, Rheinufer- und
Reduitbesucher und natürlich Anwohner bereitstellen. Als Nebeneffekt würde eine
solche Maßnahme manche Dreckecke im bezeichneten Gebiet beseitigen. Als
abschließenden Punkt rückte der Fraktionssprecher die Komplettierung der
Rheinufergestaltung zwischen Eleonorenanlage und Lachebrücke, auf der gesamten
Geländetiefe zwischen Ufer und Bahnstrecke, in den Fokus der Zuhörer; hier gilt es,
manche Brache zu beseitigen und als Parkanlage der öffentlichen Nutzung
zuzuführen. Zusammenfassend räumte der Fraktionschef ein, dass es bei den
Haushaltswünschen um einen großen Batzen erforderlicher finanzieller Mittel gehe,
bat hierfür jedoch auch um Verständnis, da es in mehreren Punkten um Investitionen
gehe, die kaum nur lokalen Charakter haben, sondern in ihrer Bedeutung weit über
Mainz-Kastel hinausgehen, so z.B. die zusätzliche Rheinbrücke.
Den Ausklang des sowohl angenehmen, wie auch informationsreichen
Neujahrsempfangs leitete Ute Pohl mit obligatorischem Dank, einer Flasche
St.Georg- „Turmwein“ an den OB-Kandidaten und
charmanter Verabschiedung ein. Dass viele Gäste aber noch lange nicht nach Hause
gehen wollten und manch einer noch mit einem Sektglas und einem Kanapee zum
weiteren Gedankenaustausch im Lilienpalais blieb, ist sicher ein Ausdruck der
Wertschätzung gegenüber der gastgebenden CDU Mainz-Kastel als auch vor allem ein
Zeichen, dass man sich wohl fühlte.









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